Provérbios 26

GerZurcher: Deutsche Zürcher Bibel von 1931. (SM_GERZURCHER)

1 So wenig wie Schnee zum Sommer und Regen zur Ernte, / so wenig passt Ehre zum Toren. /

2 Wie der Sperling wegflattert und die Schwalbe entfliegt, / so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein. /

3 Dem Pferd die Peitsche, dem Esel der Zaum / und dem Rücken der Toren die Rute. / (a) Spr 10:13; Ps 32:9

4 Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, / dass nicht auch du ihm gleich werdest. /

5 Antworte dem Toren nach seiner Torheit, / dass er sich nicht weise dünke. /

6 Die Füsse haut sich ab, Unbill muss schlucken, / wer Botschaft sendet durch einen Toren. /

7 Wie das Hüpfen der Beine beim Krüppel, / so der weise Spruch im Munde der Toren. /

8 Wie ein Beutel mit Edelsteinen auf einem Steinhaufen, / so ist's, wenn man einem Toren Ehre antut. /

9 Wie ein Dornzweig, der in die Hand eines Trunkenen gerät, / so ist ein weiser Spruch im Munde der Toren. /

10 Vielfach verwunden ein Tor und ein Trunkener die Vorübergehenden. / (1) die gegebene Üs. dieses V. beruht auf der Annahme, dass er ursprünglich eine beigeschriebene Erläuterung zu V. 9 war.

11 Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt, / so ist der Tor, der seine Torheit wiederholt. /

12 Siehst du einen Menschen, der sich selbst weise dünkt - / ein Tor darf mehr hoffen als er. / (a) Spr 29:20

13 Der Faule spricht: "Ein Leu ist auf der Strasse, / ein Löwe ist auf den Gassen." / (a) Spr 22:13

14 Wie die Tür in der Angel sich dreht, / so der Faulenzer auf seinem Lager. /

15 Der Träge steckt seine Hand in die Schüssel; / doch er ist zu faul, sie zum Munde zu führen. / (a) Spr 19:24

16 Der Faule dünkt sich weiser als sieben, / die kluge Antworten geben. /

17 Einen streifenden Hund packt bei den Ohren, / wer sich in einen Streit mischt, der ihn nichts angeht. /

18 Wie einer, der sich wahnsinnig stellt / und Brandpfeile und tödliche Geschosse schleudert, /

19 so ist, wer falsch handelt gegen den Nächsten / und dann spricht: "Ich scherze doch nur." /

20 Wenn das Holz ausgeht, erlischt das Feuer; / wo kein Verleumder ist, da ruht der Streit. /

21 Kohlen schüren die Glut und Holz das Feuer; / so schürt ein zänkischer Mensch den Streit. / (a) Spr 15:18; 16:28; 29:22

22 Die Worte des Verleumders gehen wie Leckerbissen ein; / sie gleiten hinab ins Innerste des Leibes. / (a) Spr 18:8

23 Wie eine Scherbe, mit Silberschaum überzogen, / so sind glatte Lippen und ein böses Herz. /

24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser; / aber in seinem Innern hegt er Trug. /

25 Wenn er freundlich redet, traue ihm nicht; / denn sieben Greuel sind in seinem Herzen. /

26 Mag sich der Hass in Täuschung hüllen, / seine Bosheit wird vor Gericht offenbar. /

27 Wer eine Grube gräbt, fällt darein, / und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück. / (a) Spr 28:10; Ps 7:16; Pre 10:8

28 Eine lügnerische Zunge hasst, die von ihr zermalmt sind, / und ein schmeichlerischer Mund bereitet Verderben. /

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