1 Zucht hat lieb, wer Erkenntnis liebt; / wer die Rüge hasst, der ist dumm. /
2 Der Gute erlangt Wohlgefallen beim Herrn, / den Ränkeschmied aber verdammt er. /
3 Durch Gottlosigkeit kommt der Mensch zu keinem festen Bestand, / die Wurzel der Frommen aber wankt nicht. /
4 Ein wackeres Weib ist des Gatten Krone, / ein schandbares aber wie Frass in seinen Gebeinen. / (a) 1Kor 11:7
5 Die Frommen denken auf das, was recht ist, / das Sinnen der Gottlosen geht auf Trug. /
6 Die Reden der Gottlosen bedrohen der Menschen Leben, / der Mund der Redlichen aber errettet sie. / (a) Spr 1:11
7 Umgestürzt werden die Gottlosen und sind nicht mehr, / das Haus der Frommen aber hat Bestand. / (a) Spr 10:25; Ps 37:37 38
8 Nach seiner Einsicht wird der Mann gelobt; / wer verkehrten Sinnes ist, verfällt der Verachtung. /
9 Besser gering sein und für sich arbeiten, / als vornehm tun und des Brotes ermangeln. /
10 Der Gerechte hat Verständnis für das Verlangen seines Viehs, / aber das Herz der Gottlosen ist grausam. /
11 Wer sein Feld bebaut, der hat Brot genug; / wer nichtigen Dingen nachjagt, der leidet Mangel. / (a) Spr 28:19
12 Unrechttun ist ein Netz für die Bösen, / die Frommen aber wurzeln in festem Grund. /
13 Der Böse verstrickt sich in Verfehlung der Lippen, / der Gerechte aber entgeht der Not. / (a) Spr 13:3; 18:7
14 An der Frucht seines Mundes muss einer sich satt essen; / was seine Hände tun, das wird ihm vergolten. / (a) Spr 18:20
15 Den Toren dünkt sein Weg der rechte; / wer aber auf guten Rat hört, der ist weise.
16 Ein Tor, wer seinen Ärger auf der Stelle zeigt; / wer den Schimpf einsteckt, der ist klug.
17 Wer die Wahrheit spricht, sagt aus, was recht ist, / der falsche Zeuge aber bringt Lügen vor. / (a) Spr 14:5
18 Manches Mannes Geschwätz verwundet wie Schwertstich, / aber die Zunge der Weisen bringt Heilung. / (a) Ps 55:22; 57:5; 59:8; 64:4
19 Wahrhafter Mund hat für immer Bestand, / lügnerische Zunge nur einen Augenblick. /
20 Tücke wohnt im Herzen derer, die Böses schmieden, / die aber Heilsames raten, erleben Freude. /
21 Dem Frommen widerfährt kein Leid, / den Gottlosen aber Unheils die Fülle. /
22 Lügnerische Lippen sind dem Herrn ein Greuel; / die aber Treue üben, gefallen ihm wohl. / (a) Spr 6:17
23 Der kluge Mann hält mit der Erkenntnis zurück, / das Herz der Albernen schreit Torheit aus. / (a) Spr 10:14; 13:16; 15:2
24 Die Hand der Fleissigen kommt zur Herrschaft, / die lässige aber muss Frondienst tun. / (a) Spr 10:4
25 Gram im Herzen eines Mannes beugt ihn nieder, / ein freundliches Wort macht ihn wieder froh. / (a) Spr 15:13
26 Der Fromme erspäht seine Weide, / die Gottlosen führt ihr Weg in die Irre. /
27 Der Lässige holt sein Wild nicht ein, / aber kostbares Gut wird dem fleissigen Mann. /
28 Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben, / schandbarer Weg aber führt zum Tode. /