1 Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank; / keiner, den er taumeln gemacht, wird weise. /
2 Wie Knurren eines Jungleuen ist des Königs Drohen; / wer ihn reizt, sündigt gegen das eigne Leben. / (a) Spr 16:14; 19:12
3 Dem Streite fernzubleiben, ist dem Mann eine Ehre; / ein jeder Tor aber bricht los. /
4 Der Faule mag zur Herbstzeit nicht pflügen; / sucht er dann in der Ernte, so ist nichts da. /
5 Ein tiefes Wasser ist das Vorhaben im Herzen des Menschen; / ein kluger Mann aber weiss es zu schöpfen. /
6 Manch einer heisst ein gütiger Mann; / einen getreuen Mann aber, wer findet den? /
7 Der Fromme geht unsträflich seinen Weg; / wohl seinen Kindern, die nach ihm kommen! /
8 Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, / findet mit sichtendem Auge alles Arge heraus. /
9 Wer darf sagen: "Ich habe mein Herz geläutert, / bin rein geworden von meiner Sünde"? / (a) 1Kön 8:46; Hio 14:4
10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Mass, / das ist beides dem Herrn ein Greuel. / (a) Spr 11:1; 5Mo 25:13
11 Schon an des Knaben Tun lässt sich erkennen, / ob sein Charakter rein und gerade sei. /
12 Das hörende Ohr und das sehende Auge, / alle beide hat sie der Herr gemacht. / (a) 2Mo 4:11; Ps 94:9
13 Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht verarmest; / tue die Augen auf, so hast du genug zu essen. / (a) Spr 6:10 11; 19:15; 23:21
14 Schlecht! schlecht! sagt der Käufer; / ist er aber weg, so rühmt er sich. /
15 Hat man auch Gold und Korallen die Menge, / das köstlichste Gerät sind doch verständige Lippen. / (a) Spr 3:15
16 Wer für einen andern bürgt, dem nimm den Rock, / und um Fremder willen pfände ihn. / (a) Spr 6:1-5; 11:15; 17:18; 27:13
17 Süss schmeckt dem Menschen erschlichenes Brot; / hinterher aber hat er den Mund voll Kies. / (a) Spr 9:17
18 Wenn man Rat einholt, haben Pläne Erfolg; / nur unter kluger Lenkung führe Krieg. / (a) Spr 24:6
19 Wer als Schwätzer umhergeht, plaudert Geheimnisse aus; / drum lass dich nicht ein mit dem, der viel redet. / (a) Spr 11:13
20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, / dessen Leuchte erlischt in der Zeit der Finsternis. / (a) 2Mo 21:17
21 Ein Erbe, das anfänglich erhastet worden, / wird hinterher ohne Segen sein. / (a) Spr 13:11; 28:20
22 Sprich nicht: "Ich will das Böse vergelten"; / warte auf den Herrn, er wird dir helfen. / (a) Spr 24:29; 1Th 5:15
23 Zweierlei Gewicht ist dem Herrn ein Greuel, / und falsche Waage ist nicht vom guten. / (a) Spr 11:1
24 Die Schritte des Mannes lenkt der Herr; / wie könnte der Mensch seinen Weg verstehen? / (a) Ps 37:23; Jer 10:23
25 Es ist für den Menschen ein Fallstrick, unbedacht zu geloben / und erst nach dem Gelübde zu überlegen. / (a) Pre 5:1
26 Ein weiser König worfelt die Gottlosen / und lässt das Rad (des Dreschwagens) über sie hingehen. /
27 Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn; / sie durchspäht alle Kammern des Leibes. /
28 Güte und Treue bewahren den König, / durch Gerechtigkeit stützt er seinen Thron. / (a) Spr 16:12
29 Der Jünglinge Zier ist ihre Kraft, / und der Schmuck der Greise das graue Haar. / (a) Spr 16:31
30 Blutige Striemen treffen den Bösewicht / und Schläge das Innerste des Leibes. /