Romanos 3

GerLeoNA28: Leonberger Bibel, NT (NA28) (SM_GERLEONA28)

1 Was [ist] also der Vorteil der Judäer oder was der Nutzen der Beschneidung?

2 Viel, in jeder Hinsicht. Zunächst einmal nämlich, dass ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut wurden.

3 Was denn? Wenn einige untreu waren, sollte etwa ihre Untreue die Treue Gottes zunichtemachten?

4 Keineswegs! Es soll aber [deutlich] werden: Gott [ist] wahrhaftig, jeder Mensch hingegen ein Lügner, wie geschrieben steht: „...damit du mit deinen Worten recht behältst und siegen wirst, wenn du gerichtet wirst.“

5 Aber wenn unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erweist, was sollen wir sagen? [Ist] Gott, der den Zorn auferlegt, etwa ungerecht? (Ich spreche ‹aus menschlicher Sicht›)

6 Keineswegs! Wie sonst sollte Gott die Welt richten?

7 Aber wenn die Wahrheit Gottes durch meine Lüge zu seiner Ehre reichlicher geworden ist, warum werde ich dann noch wie ein Sünder gerichtet?

8 Und [folgt daraus] etwa, so wie wir in Verruf gebracht werden und wie einige behaupten, dass wir sagen: „Lasst uns Schlechtes tun, damit Gutes kommt?“ Das Urteil über sie ist gerecht.

9 Was nun? Haben wir etwas voraus? In keinster Weise! Schließlich haben wir vorhin sowohl Judäer als auch Griechen beschuldigt, dass alle unter [dem Einfluss] der Sünde sind,

10 wie geschrieben steht: „Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;

11 es gibt keinen, der versteht; es gibt keinen, der Gott sucht.

12 Alle sind abgewichen, zusammen sind sie untauglich; es gibt keinen, der Güte übt; es gibt nicht einmal einen einzigen!“

13 „Ihre Kehle [ist] ein offenes Grab; sie betrügen mit ihren Zungen.“ „Viperngift [ist] unter ihren Lippen.“

14 „Ihr Mund ist voller Verwünschung und Bitterkeit.“

15 „Ihre Füße [sind] schnell [dabei], Blut zu vergießen;

16 Verwüstung und Elend [sind] auf ihren Wegen,

17 und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.“

18 „Ehrfurcht vor Gott ist nicht vor ihren Augen.“

19 Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die im Gesetz [sind], damit jeder Mund gestopft wird und die ganze Welt Gott zur Rechenschaft verpflichtet wird.

20 Darum wird ‹kein Mensch› aus Werken des Gesetzes vor ihm gerechtfertigt werden, denn durch das Gesetz [entsteht] Sündenerkenntnis.

21 Tatsächlich ist die Gerechtigkeit Gottes, die vom Gesetz und den Propheten bezeugt wird, unabhängig vom Gesetz erschienen,

22 und zwar die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Es besteht nämlich kein Unterschied,

23 denn alle haben gesündigt und lassen die Herrlichkeit Gottes vermissen,

24 sodass sie unverdient gerechtfertigt werden mittels seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus [besteht].

25 Ihn hat Gott als Wiedergutmachung bestimmt durch den Glauben an sein Blut zum Beweis seiner Gerechtigkeit aufgrund der Tilgung vorangegangener Sünden

26 mit der Nachsicht Gottes, zum Beweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht ist und den rechtfertigt, der aus Glauben an Jesus [lebt].

27 Wo [ist] also das Rühmen? Es wurde ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.

28 Wir meinen nämlich, dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, unabhängig von Werken des Gesetzes.

29 Oder [ist] Gott allein [der Gott] der Judäer? Nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden,

30 denn [es ist] ein Gott, der die Beschneidung aus Glauben und die Unbeschnittenheit durch Glauben rechtfertigen wird.

31 Machen wir also das Gesetz überflüssig durch den Glauben? Keineswegs! Sondern wir bestätigen das Gesetz.

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