João 11

GerLeoNA28: Leonberger Bibel, NT (NA28) (SM_GERLEONA28)

1 Es war nun jemand krank, [nämlich] Lazarus von Betanien, aus dem Dorf von Maria und ihrer Schwester Marta.

2 (Es war aber Maria, die den Herrn mit Duftöl gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren trocken gerieben hatte; deren Bruder Lazarus war krank.)

3 Also sandten die Schwestern [eine Nachricht] zu ihm und sagten: „Herr, siehe!, der, den du lieb hast, ist krank.“

4 Als nun Jesus das hörte, sagte er: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern [geschieht] um der Verherrlichung Gottes willen, damit der Sohn Gottes verherrlicht wird durch sie.“

5 Jesus aber hatte Marta und ihre Schwester und Lazarus liebgewonnen.

6 Wie er also hörte, dass er krank war, blieb er daraufhin zwei Tage an dem Ort, wo er war.

7 Erst danach sagt er zu den Jüngern: „Lasst uns wieder nach Judäa aufbrechen!“

8 Die Jünger sagen zu ihm: „Rabbi, eben versuchten dich die Judäer zu steinigen, und wieder gehst du dorthin?“

9 Jesus antwortete: „Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, dann stolpert er nicht, weil er das Licht dieser Welt sieht;

10 aber wenn jemand in der Nacht umhergeht, dann stolpert er, weil das Licht nicht in ihm ist.“

11 Das sagte er, und danach sagt er zu ihnen: „Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen; doch ich gehe, um ihn aufzuwecken.“

12 Darauf sagten die Jünger zu ihm: „Herr, wenn er eingeschlafen ist, wird er geheilt werden.“

13 Nun hatte Jesus über seinen Tod gesprochen, jene aber meinten, dass er über den ‹gewöhnlichen Schlaf› spricht.

14 Daraufhin sagte Jesus also offen zu ihnen: „Lazarus ist gestorben,

15 und ich freue mich euretwegen, dass ich nicht dort war, damit ihr glaubt; doch lasst uns zu ihm aufbrechen!“

16 Da sagte Thomas, der Didymus heißt, zu den Mitjüngern: „Lasst auch uns aufbrechen, um mit ihm zu sterben!“

17 Als dann Jesus kam, stellte er fest, dass er bereits vier Tage in der Grabhöhle lag.

18 Nun war Betanien nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt.

19 Aber viele von den Judäern waren zu Marta und Maria gekommen, um sie anlässlich [ihres] Bruders zu trösten.

20 Als nun Marta hörte, dass Jesus kommt, ging sie ihm entgegen; Maria aber blieb im Haus sitzen.

21 Da sagte Marta zu Jesus: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, dann wäre mein Bruder nicht gestorben!

22 Doch auch jetzt weiß ich: Was auch immer du Gott bittest, wird Gott dir geben.“

23 Jesus sagt zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“

24 Marta sagt zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am letzten Tag.“

25 Jesus sagte zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

26 Und jeder, der lebt und an mich glaubt, stirbt ‹unter keinen Umständen›. Glaubst du das?“

27 Sie sagt zu ihm: „Ja, Herr! Ich glaube fest, dass du der Gesalbte bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“

28 Und nachdem sie dies gesagt hatte, ging sie fort, und sie rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte: „Der Lehrer ist da, und er ruft dich.“

29 Jene wiederum, als sie es hörte, stand schnell auf, und sie ging zu ihm.

30 Jesus war aber noch nicht in das Dorf gekommen, sondern er war noch an dem Ort, wo Marta ihm begegnet war.

31 Als nun die Judäer, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, Maria sahen, dass sie schnell aufstand und hinausging, da folgten sie ihr, weil sie meinten, dass sie zu der Grabhöhle gehen würde, um dort zu weinen.

32 Als nun Maria hinkam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie zu seinen Füßen nieder und sagte zu ihm: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.“

33 Als nun Jesus sie und die Judäer, die sie begleitet hatten, weinen sah, erzürnte er im Innersten, und er regte sich auf,

34 und er sagte: „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ Sie sagen zu ihm: „Herr, komm und sieh!“

35 Jesus weinte.

36 Darauf sagten die Judäer: „Siehe!, wie [sehr] er ihn lieb hatte.“

37 Aber einige von ihnen sagten: „Konnte er, der die Augen des Blinden geöffnet hat, nicht dafür sorgen, dass auch dieser nicht stirbt?“

38 Jesus erzürnt nun erneut innerlich und kommt zu der Grabhöhle; nun war es eine Höhle, und ein Stein lag davor.

39 Jesus sagt: „Nehmt den Stein weg!“ Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagt zu ihm: „Herr, er stinkt schon, denn es ist der vierte Tag.“

40 Jesus sagt zu ihr: „Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst, wenn du glaubst?

41 Darauf nahmen sie den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor, und er sagte: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.

42 Ich wusste, dass du mich jederzeit erhörst, doch um der Menschenmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“

43 Und nachdem er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, komm nach draußen!“

44 Der Verstorbene kam heraus, die Beine und Arme mit Tüchern gebunden, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umwickelt. Jesus sagt zu ihnen: „Macht ihn los und lasst ihn gehen!“

45 Viele von den Judäern nun, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was er getan hatte, kamen zum Glauben an ihn;

46 aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern, und sie sagten ihnen, was Jesus getan hatte.

47 Darauf versammelten die Oberpriester und die Pharisäer das Synedrium, und sie sagten: „Was tun wir [dagegen], dass dieser Mensch viele Zeichen tut?

48 Wenn wir ihn so [weitermachen] lassen, werden alle an ihn glauben, und dann werden die Römer kommen und uns sowohl die Stätte als auch das Volk wegnehmen.“

49 Aber einer von ihnen – ein gewisser Kajaphas, der in jenem Jahr Oberpriester war – sagte zu ihnen: „Ihr wisst gar nichts,

50 und ihr berücksichtigt nicht, dass es besser für euch ist, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt und nicht die gesamte Nation umkommt.“

51 Das sagte er aber nicht von sich aus, sondern weil er in jenem Jahr Oberpriester war, weissagte er, dass Jesus für die Nation sterben würde,

52 und nicht nur für die Nation, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zu einem [Ganzen] zu versammeln.

53 Von jenem Tag an beratschlagten sie also, ihn zu töten.

54 Jesus ging also nicht länger öffentlich unter den Judäern umher, sondern er ging von dort weg in die Gegend nahe der Wüste, in eine Stadt, die hieß Efraïm, und dort blieb er mit den Jüngern.

55 Nun war das Passa der Judäer nahe, und es stiegen viele aus der Gegend vor dem Passa nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen.

56 Da suchten sie Jesus, und sie sprachen miteinander, während sie im Tempel standen: „Was meint ihr? Dass er gewiss nicht zu dem Fest kommt?“

57 Die Oberpriester und die Pharisäer hatten aber Gebote erlassen, dass, wenn jemand erfährt, wo er sei, er Anzeige erstatten solle, damit sie ihn verhaften könnten.

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