Lucas 16

GerLeoNA28: Leonberger Bibel, NT (NA28) (SM_GERLEONA28)

1 Er sagte aber auch zu den Jüngern: „Ein Mann war reich, der hatte einen Verwalter, und dieser wurde ihm gemeldet als Verschwender seines Besitzes.

2 Und nachdem er ihn gerufen hatte, sagte er zu ihm: ‚Was höre ich da über dich? Lege Rechenschaft über deine Verwaltung ab, denn du kannst nicht länger [meinen Besitz] verwalten!‘

3 Da sagte der Verwalter bei sich: ‚Was soll ich tun, weil mein Herr mir die Verwaltung wegnimmt? Graben kann ich nicht, zu betteln schäme ich mich.

4 Ich weiß, was ich tun soll, damit sie mich – wann immer ich von der Verwaltung entbunden bin – in ihre Häuser aufnehmen.‘

5 Und er rief jeden einzelnen der Schuldner seines Herrn zu sich und sagte zu dem ersten: ‚Wie viel schuldest du meinem Herrn?‘

6 Er aber sagte: ‚Hundert Bat Öl.‘ Er aber sagte zu ihm: ‚Nimm deine Schuldscheine, und nachdem du dich gesetzt hast, schreibe schnell: fünfzig.‘

7 Danach sagte er zu einem anderen: ‚Und wie viel schuldest du?‘ Er aber sagte: ‚Hundert Kor Weizen.‘ Er sagt zu ihm: ‚Nimm deine Schuldscheine und schreibe: achtzig.‘

8 Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Denn die Kinder dieses Zeitalters sind klüger als die Kinder des Lichts zu ihrer eigenen Generation.

9 Auch ich sage euch: Macht euch Freunde von dem ungerechten Mammon, damit sie euch – wann immer er vergeht – in die ewigen Hütten aufnehmen.

10 Wer im Geringen zuverlässig [ist], ist auch im Großen zuverlässig; und wer im Geringen ungerecht [ist], ist auch im Großen ungerecht.

11 Wenn ihr also mit dem ungerechten Mammon nicht zuverlässig seid, wer soll euch das Wahrhaftige anvertrauen?

12 Und wenn ihr mit dem fremden [Gut] nicht zuverlässig seid, wer soll euch das eurige geben?

13 Kein Hausdiener kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem ergeben sein und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und Mammon.“

14 Die Pharisäer hörten nun alle diese [Dinge], und weil sie geldverliebt waren, machten sie sich lustig über ihn.

15 Und er sagte zu ihnen: „Ihr seid es, die sich selbst vor den Menschen rechtfertigen, Gott aber kennt eure Herzen: Was bei den Menschen angesehen [ist], [ist] vor Gott ein Gräuel.

16 Das Gesetz und die Propheten [bestanden] bis Johannes; seit dem wird das Reich Gottes verkündet, und jeder drängt in es.

17 Es ist aber leichter, dass der Himmel und die Erde vergehen, als dass vom Gesetz ein einziges Strichlein wegfällt.“

18 „Jeder, der seine Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer [eine Frau] heiratet, die von [ihrem] Mann geschieden ist, begeht Ehebruch.“

19 „Ein Mann aber war reich, und er kleidete sich in Purpur und Leinen und amüsierte sich tagaus, tagein prächtig.

20 Ein gewisser Armer aber namens Lazarus lag vor dessen Tor, der hatte Geschwüre

21 und wünschte sich, von dem satt zu werden, was von dem Tisch des Reichen fiel; doch sogar die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre.

22 Es geschah aber, dass der Arme starb und er von den Engeln in den Schoß Abrahams hinaufgebracht wurde. Und auch der Reiche starb und wurde begraben.

23 Und als er im Hades seine Augen aufhob und in Qualen war, da sieht er Abraham von Weitem und Lazarus in seinem Schoß.

24 Und er rief und sagte: ‚Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schicke Lazarus, damit er die Kuppe seines Fingers in Wasser taucht und meine Zunge kühlt, denn ich leide in dieser Flamme.‘

25 Da sagte Abraham: ‚Kind, erinnere dich, dass du dein Gutes während deines [irdischen] Lebens erhalten hast und Lazarus genauso das Schlechte; aber jetzt wird er hier getröstet, und du erleidest Qualen.

26 Und außerdem ist zwischen uns und euch ein großer Graben vorhanden, damit diejenigen, die von hier zu euch überqueren wollen, es nicht können, noch von dort zu uns überqueren.‘

27 Da sagte er: ‚Dann bitte ich dich, Vater, dass du ihn zum Haus meines Vaters schickst.

28 Denn ich habe fünf Brüder; somit könnte er sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.‘

29 Da sagt Abraham: ‚Sie haben Mose und die Propheten; auf sie sollen sie hören.‘

30 Er aber sagte: ‚Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen kommt, dann werden sie Buße tun.‘

31 Da sagte er zu ihm: ‚Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, dann werden sie auch nicht gehorchen, wenn jemand von den Toten aufersteht.‘“

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