Efésios 4

GerLeoNA28: Leonberger Bibel, NT (NA28) (SM_GERLEONA28)

1 Ich, der Gefangene im Herrn, fordere euch nun auf, würdig der Berufung zu leben, mit der ihr berufen worden seid –

2 mit aller Demut und Sanftmütigkeit; mit Geduld; einander in Liebe ertragend;

3 darum bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren mit dem Band des Friedens.

4 [Es ist] ein Leib und ein Geist (so wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung),

5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,

6 ein Gott und Vater von allen, der über allen und durch alle und in allen [ist].

7 Aber jedem Einzelnen von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maß des Geschenks von Christus.

8 Darum heißt es: „Er ist hinaufgestiegen in die Höhe und hat ‹einen Tross an Gefangenen› gefangen genommen, / er hat den Menschen Gaben gegeben.“

9 Aber das „er ist hinaufgestiegen“, was bedeutet es, wenn nicht, dass er auch hinabgestiegen ist zu den unteren Gefilden der Erde?

10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, um alles zu erfüllen.

11 Und er selbst gab manche als Apostel, manche als Propheten, manche als Evangelisten, manche als Hirten und Lehrer,

12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi,

13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum Erwachsensein, zum Maß der Reife der Fülle Christi,

14 damit wir nicht länger Unmündige sind, hin- und hergerissen und von jedem Wind der Lehre umhergetrieben durch das Verwirrspiel der Menschen, durch [ihre] Hinterlistigkeit, [anfällig] für die Machenschaft des Irrtums.

15 Aber indem wir in Liebe wahrhaftig sind, lasst uns in allem zu ihm hin wachsen, der das Haupt ist, Christus,

16 von dem aus der ganze Leib – zusammengefügt und durch jedes unterstützende Gelenk verbunden gemäß dem Wirken im Maß jedes einzelnen Gliedes – das Wachstum des Leibes zustande bringt, zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.

17 Folgendes sage und bezeuge ich nun im Herrn: dass ihr nicht länger so lebt, wie die Heiden leben, in der Nichtigkeit ihres Sinnes,

18 die hinsichtlich des Verstandes verfinstert sind, dem Leben Gottes entfremdet aufgrund der Unwissenheit, die unter ihnen besteht wegen der Verhärtung ihres Herzens,

19 welche abgestumpft sind und sich der Ausschweifung ausgeliefert haben, zur Ausübung aller Unreinheit in Habgier.

20 Ihr aber habt Christus so nicht kennengelernt,

21 wenn ihr tatsächlich von ihm gehört und in ihm gelehrt worden seid, wie es Wahrheit in Jesus ist,

22 dass ihr, ‹was den früheren Lebenswandel betrifft›, den alten Menschen abgelegt habt, der zerstört wird entsprechend der trügerischen Begierden,

23 und erneuert werdet im Geist eures Verstandes

24 und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen worden ist.

25 Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit – ein jeder mit seinem Nächsten –, weil wir untereinander Glieder sind.

26 Zürnt, aber sündigt nicht! Die Sonne soll nicht untergehen über eurem Zorn;

27 und gebt dem Teufel keinen Raum!

28 Wer stiehlt, soll nicht mehr stehlen, sondern sich vielmehr bemühen, mit seinen eigenen Händen Gutes zu bewirken, damit er [genügend] hat, um dem [etwas] mitzugeben, der es nötig hat.

29 Keinerlei faules Wort soll von eurem Mund ausgehen, sondern wenn [möglich], dann ein gutes zur Auferbauung, ‹wo es nottut›, damit es denen Gnade gibt, die es hören.

30 Und betrübt den heiligen Geist Gottes nicht, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung.

31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerei soll fern von euch sein, samt aller Bosheit.

32 Seid hingegen freundlich [und] herzlich zueinander! Verzeiht euch gegenseitig, wie auch Gott euch in Christus verziehen hat.

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