Marcos 1

GerLeoNA28: Leonberger Bibel, NT (NA28) (SM_GERLEONA28)

1 Der Beginn der guten Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

2 Wie im Propheten Jesaja geschrieben steht: „Siehe!, ich sende meinen Boten aus vor deinem Angesicht, / der ebnet deinen Weg. /

3 Die Stimme eines Rufers in der Wüste: / Bereitet den Weg des Herrn, / macht gerade seine Pfade!“,

4 so war Johannes der Täufer in der Wüste und predigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.

5 Und es kamen zu ihm hinaus das ganze judäische Land und alle Bewohner Jerusalems, und sie ließen sich von ihm im Jordanfluss taufen, wobei sie ihre Sünden bekannten.

6 Und Johannes war bekleidet mit Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lenden, und er pflegte Heuschrecken zu essen und wilden Honig.

7 Und er predigte und sagte: „Es kommt [einer] nach mir, der stärker [ist] als ich [und] dessen ich nicht geeignet bin, gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen.

8 Ich habe euch mit Wasser getauft, aber er wird euch mit dem heiligem Geist taufen.“

9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa, und er ließ sich im Jordan von Johannes taufen.

10 Und sofort als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er, dass die Himmel sich teilten und der Geist wie eine Taube auf ihn herabstieg.

11 Und eine Stimme kam aus den Himmeln: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen.“

12 Und sofort treibt der Geist ihn hinaus in die Wüste.

13 Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan versucht, und er war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm.

14 Nachdem nun Johannes ausgeliefert worden war, kam Jesus nach Galiläa, wobei er die gute Nachricht Gottes predigte

15 und sagte: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahegekommen; tut Buße und glaubt an die gute Nachricht!“

16 Und während er am Meer von Galiläa vorbeizog, sah er Simon und Andreas, den Bruder von Simon, auf dem Meer [die Netze] auswerfen; denn sie waren Fischer.

17 Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, mir nach, dann werde ich machen, dass ihr zu Menschenfischern werdet!“

18 Und sofort verließen sie die Netze und folgten ihm.

19 Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, und [sah] sie im Boot die Netze flicken.

20 Und sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und gingen fort, ihm nach.

21 Dann gingen sie nach Kafarnaum; und sofort ging er am Sabbat in die Synagoge und fing an zu lehren.

22 Und sie waren erstaunt über seine Lehre; denn er lehrte sie wie [einer], der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.

23 Und gleich darauf war in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie auf

24 und sagte: „Was ‹haben wir mit dir zu schaffen›, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns umzubringen? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes.“

25 Und Jesus drohte ihm und sagte: „Schweig und komm aus ihm heraus!“

26 Und der unreine Geist zerrte ihn [hin und her] und rief mit lauter Stimme und kam aus ihm heraus.

27 Da staunten sie alle, sodass sie miteinander diskutierten und sagten: „Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht … sogar den unreinen Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm!?!“

28 Und die Kunde über ihn verbreitete sich sofort überall, in der gesamten Umgebung von Galiläa.

29 Und gleich darauf verließen sie die Synagoge und kamen mit Jakobus und Johannes in das Haus von Simon und Andreas.

30 Simons Schwiegermutter aber lag [auf dem Krankenbett] und hatte Fieber, und sofort erzählen sie ihm von ihr.

31 Und er trat heran, weckte sie auf und griff die Hand; da verließ das Fieber sie, und sie fing an, ihnen zu dienen.

32 Als es nun Abend wurde – nachdem die Sonne untergegangen war –, brachten sie all die Kranken und die Besessenen zu ihm.

33 Und die gesamte Stadt hatte sich vor dem Tor versammelt.

34 Und er heilte viele, die ‹krank waren› mit verschiedenen Gebrechen, und viele Dämonen vertrieb er, und er ließ die Dämonen nicht reden, weil sie ihn kannten.

35 Und früh am Morgen – [es war] sehr dunkel –, da stand er auf und ging hinaus, und er ging an einen einsamen Ort, und dort betete er.

36 Und Simon und ‹seine Gefährten› eilten ihm nach,

37 und sie fanden ihn, und sie sagen zu ihm: „Alle suchen dich.“

38 Und er sagt zu ihnen: „Lasst uns woanders hinziehen, in die nächsten Ortschaften, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich ausgegangen.“

39 Und er ging und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und vertrieb die Dämonen.

40 Da kommt ein Aussätziger zu ihm und bittet ihn und kniet nieder und sagt zu ihm: „Wenn du es willst, kannst du mich rein machen.“

41 Und weil er Mitleid hatte, streckte er die Hand aus und berührte ihn, und er sagt zu ihm: „Ich will es; werde rein!“

42 Und sofort ging der Aussatz von ihm weg, und er wurde rein.

43 Und er warnte ihn und trieb ihn gleich darauf hinaus,

44 und er sagt zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem irgendetwas sagst, sondern geh hin, zeige dich dem Priester und bring anlässlich deiner Reinigung dar, was Mose angeordnet hat, zum Zeugnis für sie.“

45 Er aber ging fort und begann, viel zu predigen und das Wort zu verbreiten, sodass er nicht länger öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen zu ihm von überall.

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