Hebreus 10

Albrecht Bibel 1926 (ALBRECHT1926)

1 Das Gesetz

2 - Hätte man sonst nicht mit den Opfern aufgehört, wenn jene, die sie darbringen, dadurch ein für allemal gereinigt würden und kein Schuldbewußtsein mehr hätten? -

3 Gerade durch die Opfer wird Jahr für Jahr

4 Denn es ist unmöglich, daß das Blut von Stieren und Böcken Sünden tilge.

5 Deshalb spricht Christus auch bei seinem Eintritt in die Welt

6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.

7 Da sprach ich: Sieh, ich bin gekommen - im Buch

8 Während er in den Anfangsworten sagt: Schlachtopfer und Speisopfer, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert, sie gefallen dir auch nicht - obgleich doch diese Opfer nach der Vorschrift des Gesetzes dargebracht werden müssen -,

9 spricht er weiter: Sieh, ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun. - Damit hebt er

10 Durch diesen Gotteswillen

11 Ferner: Jeder Priester

12 Dieser

13 Seitdem wartet er darauf, daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden

14 Denn mit einem Opfer hat er alle, die sich dadurch heiligen lassen, für immer zur Vollkommenheit gebracht

15 Das bezeugt uns auch der Heilige Geist. Denn nach den Worten:

16 Dies ist nun die Verordnung, die ich für sie aufrichten will nach jenen Tagen, spricht der Herr

17 Und ihrer Sünden und Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr gedenken

18 Wo aber die Sünden wirklich vergeben sind, da ist kein Sündopfer weiter nötig.

19 So haben wir nun, Brüder, die Zuversicht, daß uns der Eingang ins Allerheiligste

20 Er

21 Wir haben einen Hohenpriester, der da waltet über Gottes Haus

22 Darum laßt uns (Gott) nahen mit aufrichtigem Herzen in voller Glaubenszuversicht! Durch die Besprengung unserer Herzen

23 laßt uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeugsam festhalten! Denn er, der die Verheißung

24 Laßt uns sorgfältig aufeinander achten, um uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen!

25 Kehren wir nicht unserer besonderen gottesdienstlichen Versammlung

26 Denn wenn wir vorsätzlich

27 sondern es bleibt uns nur eine furchtbare Erwartung des Gerichts und der Zorneifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird

28 Wer das Gesetz Moses übertreten hat, der muß auf die Aussage zweier oder dreier Zeugen hin ohne Erbarmen sterben

29 Wieviel härter, meint ihr wohl, wird da der bestraft werden, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt, das Blut der Gottesstiftung, durch das er geheiligt worden ist, für wertlos hält

30 Wir kennen doch den, der gesagt hat: Mir kommt die Rache zu, ich will vergelten

31 Furchtbar ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen

32 Denkt doch zurück an die vergangenen Tage, wo ihr bald nach eurer Erleuchtung

33 Bald wurdet ihr selbst durch Schmach und Trübsal der Welt zum Schauspiel, bald halfet ihr denen, die so leiden mußten

34 Denn den Gefangenen

35 So laßt nun eure Hoffnungszuversicht nicht fahren! Eine hohe Belohnung ist ja mit ihr verbunden.

36 Denn standhafte Ausdauer ist euch not, damit ihr Gottes Willen tut und den verheißenen Preis erlangt.

37 Denn nur noch eine kleine, kleine Weile, dann wird erscheinen, der da kommen soll, und nicht verziehen.

38 Mein Gerechter aber

39 Unsere Art ist's aber nicht, feig zurückzuweichen und dadurch ins Verderben zu geraten. Wir halten's mit dem Glauben, um das Leben zu gewinnen.

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